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| News: Großbritannien: Illegale Filmdownloads stiegen um 30% |
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Eingereicht am: |
07.07.2011 - 17:17 |
Von User: |
JinLing |
News Inhalt
Trotz der Bemühungen die Filmpiraterie in den Griff zu bekommen, haben die illegalen Downloads in den vergangenen 5 Jahren um 30 Prozent zugenommen, wie die BBC berichtet. Die fünf meistverkauften Kinofilme wurden im Vorjahr 1,4 Millionen Mal heruntergeladen, was der Industrie einen Schaden von beinahe 190 Mio. Euro eingebracht haben soll. Auch Three-Strikes blieb bisher ohne erkennbare Folgen.
Es sind aber nicht nur die Kinofilme, die die Downloader interessieren. 1,2 Millionen Mitschnitte von TV-Serien sollen in Großbritannien innerhalb von 12 Monaten bezogen worden sein. Im Jahr 2006 waren es nur 1 Million TV-Serien. Vor allem Serien wie Glee oder Dr. House sind bei den Fans sehr beliebt. Der Anstieg der Downloads von Software oder Spielen war hingegen nur geringfügig. Auch der Bezug von Musikalben und einzelnen Songs habe sich kaum verändert. Die Zahlen wurden übrigens von der britischen Unternehmensberatungsfirma Envisional erstellt. Leider ist nicht erkennbar, ob auch Streams mit in die Statistik eingerechnet wurden.
Als Grund für die vermehrten Downloads wird unter anderem die zunehmende Verbreitung von schnellen Internet-Anbindungen genannt. Vor einigen Jahren war es noch sehr viel langwieriger, derart umfangreiche Dateien wie ganze Filme über das Internet zu beziehen. Auch die Teilnahme an Filesharing-Börsen ist nicht nur bei den Jugendlichen immer normaler geworden. Zudem hat die Zahl der illegalen Portale im Internet zugenommen. Doch die Entwicklung hat noch andere Gründe. Viele Fernseh- und Filmfans möchten ihre Lieblingsserien oder Kinostreifen aus den USA sehen, bevor diese Monate später ins heimische Fernsehprogramm gelangen. Für echte Fans ist dies ein wichtiger Zeitvorteil. Auch die BBC weist darauf hin, dass es ungünstig sei, dass es in den ersten Monaten nach Kinostart zu den illegalen Werken keine legale Alternative gäbe. Den Konsumenten müsse man etwas anbieten, ansonsten können sie nicht zwischen zwei Alternativen wählen. Die Zeit drängt. Die legalen Inhalte müssen so einfach, preiswert und frühzeitig wie möglich angeboten werden, will man das Rennen gegen die illegalen Alternativen gewinnen.
Kieron Sharp von der Federation Against Copyright Theft (FACT) sieht das natürlich völlig anders. Von Selbstkritik keine Spur. Statt eine Mitschuld der Filmbranche einzugestehen, rechnet er jährliche Kosten durch die Filmpiraten von rund einer halben Milliarde Britischer Pfund vor. Aus seiner Position heraus stellt sich natürlich alles ganz einfach dar. Wenn sich die Zuschauer ihre Inhalte anderweitig aus dem Graubereich besorgen, sei dies für die Industrie „natürlich nicht akzeptabel“. |
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