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News: WikiLeaks-Domainhoster musste Daten herausgeben
Eingereicht am: 27.08.2011 - 00:29 Von User: JinLing

News Inhalt

Der kalifornische Domain-Hoster Dynadot wurde offenbar unter dem US-amerikanischen Antiterror-Gesetzespaket "PATRIOT Act" aufgefordert, Daten über das Whistleblowing-Projekt WikiLeaks an die Behörden auszuhändigen. Diese Daten sollen in einer gegen WikiLeaks laufenden "Grand Jury"-Untersuchung verwendet werden, die feststellen soll, ob WikiLeaks sich einer Straftat schuldig gemacht hat.

Die Grand Jury soll feststellen, ob WikiLeaks-Mitarbeiter unter dem Espionage Act von 1917 - einem äußerst umstrittenen Gesetzespaket, das die Schwächung amerikanischer Interessen verhindern soll - angeklagt werden können. Im Rahmen dieser Untersuchung wurde nun offenbar auch der PATRIOT Act herangezogen.

WikiLeaks erhielt am gestrigen Mittwoch eine Kopie der bereits im Januar an Dynadot verschickten Anordnung. Laut diesem Dokument ist Dynadot verpflichtet, sämtliche Daten über WikiLeaks, Julian Assange und wikileaks.org herauszugeben. Darunter fallen beispielsweise Login-Daten, Adressen und die genutzten Dienste. Daneben sollen auch Logs aller Verbindungen zu den betreffenden Benutzerkonten sowie mit dem Konto in Verbindung stehende Kommunikation - wie etwa Mailwechsel - herausgegeben werden.

WikiLeaks weiß nach eigenen Angaben nicht, ob Dynadot der Anordnung nachgekommen ist und welche Daten gegebenenfalls herausgegen wurden. Der Microblogging-Dienst Twitter, der eine ähnliche Anordnung erhielt, zog dagegen vor Gericht. Das Verfahren ist noch nicht endgültig abgeschlossen. Es wird allerdings vermutet, dass andere Internet-Dienstleister ähnliche Anordnungen erhielten und diesen von WikiLeaks wie von der Öffentlichkeit unbemerkt nachkamen.

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